Hardcover
528 Seiten
22,00 €
Erscheinungstermin: 02. Februar 2026
ISBN: 978-3-7577-0219-9
Worum geht's?
Als Kind wurde Kerrigan auf den Stufen des Hauses der Drachen ausgesetzt. Ihr Vater ist ein Fae-Prinz und ihre Mutter war menschlich. Ihr Leben lang hat Kerrigan mit der Verachtung umgehen müssen, die in einer Welt herrscht, in der die Fae regieren und Menschen und Halb-Fae kaum Rechte haben. Doch eines Tages bekommt sie die Chance, einen Platz in der Hohen Gesellschaft zu erhalten. Gegen alle Regeln und Gepflogenheiten soll sie am Drachenturnier teilnehmen. Fünf Drachen werden bereit sein, sich zu binden – so viele wie seit einhundert Jahren nicht mehr. Die Konkurrenz ist erbarmungslos. Und besonders hart kämpft der Prinz des grausamen Hauses der Schatten, um die jahrhundertelange Verbannung seines Hauses zu rächen…
Meine Meinung:
Schon das Cover ist ein absoluter Hingucker und war der Grund, weshalb ich überhaupt auf das Buch aufmerksam geworden bin. Der Klappentext hat meine Neugier dann endgültig geweckt – und als ich angefangen habe zu lesen, war ich schneller in der Geschichte drin, als ich erwartet hatte. Der Einstieg mitten ins Geschehen sorgt dafür, dass man direkt Teil dieser Welt wird. Man braucht vielleicht einen kurzen Moment zur Orientierung, aber genau das hat für mich auch den Reiz ausgemacht.
Kerrigan mochte ich von Anfang an. Sie ist stark, eigenständig und weiß, was sie will – zumindest wirkt es nach außen so. Besonders gefallen hat mir, dass sie in ruhigeren Momenten auch ihre Unsicherheiten zeigt. Dieses Bedürfnis nach Zugehörigkeit macht sie greifbar und sympathisch. Ihre Gedanken und Gefühle – vor allem in den Szenen rund ums Fliegen – waren so bildhaft beschrieben, dass ich alles direkt vor mir sehen konnte. Für mich passt sie einfach perfekt zu einem Drachen.
Und damit komme ich zu einem meiner liebsten Aspekte: die Drachen. Gelryn ist beeindruckend, weise und auf seine eigene Art unglaublich faszinierend. Die Drachen-Szenen hatten für mich eine ganz besondere Atmosphäre und gehören definitiv zu meinen Highlights. Gleichzeitig hätte ich mir hier sogar noch ein bisschen mehr gewünscht – mehr gemeinsame Momente, mehr Einblicke in das „Drachenzuhause“, einfach noch tiefer eintauchen in diese besondere Verbindung.
Auch Fordham bringt eine spannende, emotionale Ebene in die Geschichte. Seine Vergangenheit ist ebenso vielschichtig wie die von Kerrigan, und gemeinsam entwickeln sie eine Dynamik, die neugierig auf das macht, was noch kommt. Das Ende hat einige Fragen offen gelassen – gerade in Bezug auf die roten Masken, das Haus der Schatten und die politischen Hintergründe – und genau das macht die Vorfreude auf Band zwei umso größer.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und bildhaft, sodass ich das Buch innerhalb weniger Tage durchgelesen habe. Insgesamt ist es für mich ein gelungener Fantasyauftakt mit starken Figuren, einer spannenden Grundidee und natürlich Drachenmagie. Mit noch etwas mehr Tiefe bei den Drachen wäre es für mich perfekt gewesen – aber ich freue mich sehr darauf, in diese Welt zurückzukehren.
Ganz lieben Dank an die Lesejury für das bereitgestellte Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon unberührt.

