Mittwoch, 29. April 2026

Katelyn Erikson - Gambling Hearts 1 - House of Hawke – Spiel ohne Regeln

blush
Paperback
17,00€
416 Seiten
Erscheinungstermin: 18. März 2026
ISBN: 978-3-7341-1517-2

Worum geht's?

Monte Carlo, die Stadt des Luxus und der verbotenen Spiele. Hier verlor Paxton Hawke alles: sein Vermögen, seinen Stolz und die Liebe seines Lebens. Ein Jahr später will er sie zurückerobern. Als er Amylia Bishop trifft, die beste Freundin seiner Ex, spannt er sie in seinen Plan ein. Was er nicht weiß: Amylia ist gleichzeitig die maskierte Mitarbeiterin, die ihn im Casino Nacht für Nacht im Blick behält. Er ahnt nicht, wer sie wirklich ist, doch zwischen ihnen entbrennt ein gefährliches Spiel aus Verlangen, Lügen und Verrat. In dieser Welt zählt nur eines: Wer gewinnt – und wer alles verliert.

Meine Meinung:


Es gibt Bücher, die liest man – und es gibt Bücher, die ziehen einen hinein, ohne zu fragen, ob man bereit ist. House of Hawke – Spiel ohne Regeln gehört für mich ganz klar zur zweiten Kategorie.
Schon nach wenigen Seiten war ich gefangen in dieser schillernden, aber gleichzeitig so gefährlichen Welt von Monte Carlo. Zwischen Luxus, Glamour und dunklen Geheimnissen entfaltet sich eine Geschichte, die sich anfühlt wie ein Spiel – eines, bei dem die Regeln nie ganz klar sind und bei dem jeder Einsatz seinen Preis hat.

Figuren, die nicht perfekt sein wollen

Im Mittelpunkt stehen zwei Charaktere, die alles andere als einfach sind. Und genau das macht sie so faszinierend.
Amylia ist keine typische Protagonistin. Sie ist stark – aber nicht unverwundbar. Sie trägt ihre Vergangenheit wie eine unsichtbare Last mit sich herum, trifft Entscheidungen, die nicht immer richtig sind, und bewegt sich in einer Welt, die ihr mehr abverlangt, als sie eigentlich tragen kann. Gerade diese Ecken und Kanten haben sie für mich unglaublich echt gemacht.
Paxton Hawke hingegen ist… schwierig. Und ich meine das im besten Sinne. Er ist getrieben, oft egoistisch, bewegt sich moralisch in Grauzonen – und trotzdem konnte ich mich seiner Wirkung nicht entziehen. Seine Motivation ist nachvollziehbar, auch wenn seine Wege es nicht immer sind. Genau dieses Spannungsfeld macht ihn zu einem Charakter, der im Kopf bleibt.

Ein Spiel aus Anziehung und Gefahr

Was zwischen Amylia und Paxton entsteht, ist kein sanftes Knistern. Es ist ein Aufeinandertreffen. Ein Kräftemessen. Ein Spiel, bei dem keiner von beiden wirklich die Kontrolle hat.
Die Dynamik zwischen ihnen ist intensiv, manchmal fast schon schmerzhaft greifbar. Nähe bedeutet hier nicht automatisch Sicherheit – im Gegenteil. Vertrauen wird nicht einfach gegeben, sondern muss erkämpft werden. Und selbst dann bleibt immer dieses Gefühl, dass alles jederzeit zerbrechen könnte.
Genau diese Unsicherheit hat mich durch die Geschichte getragen. Dieses ständige „Was passiert als Nächstes?“ und gleichzeitig das leise Wissen, dass es nicht ohne Konsequenzen bleiben wird.

Schreibstil & Atmosphäre

Katelyn Erikson schreibt unglaublich atmosphärisch. Der Stil ist flüssig, mitreißend und gleichzeitig durchzogen von einer gewissen Dunkelheit, die perfekt zur Geschichte passt.
Besonders gefallen hat mir, wie intensiv Emotionen transportiert werden – ohne überladen zu wirken. Es gibt Momente, die knistern, Momente, die wehtun, und solche, die einen einfach kurz innehalten lassen.
Auch die sinnlichen Szenen fügen sich stimmig ein. Sie wirken nicht aufgesetzt, sondern unterstreichen die Dynamik zwischen den Figuren und verstärken die emotionale Spannung.

Zwischen Faszination und Abgrund

Diese Geschichte ist nicht leicht. Sie ist intensiv, stellenweise düster und fordert einen als Leser*in heraus. Moralisch klare Linien verschwimmen, Entscheidungen sind nicht immer richtig oder falsch – und genau darin liegt der Reiz.

Gleichzeitig sollte man wissen:

Das ist keine klassische Wohlfühl-Romance. Es ist eine Geschichte über Kontrolle und Kontrollverlust, über Vertrauen und Verrat – und darüber, wie nah beides manchmal beieinanderliegt.

Fazit


House of Hawke – Spiel ohne Regeln ist ein Buch, das man nicht einfach nur liest – man erlebt es.
Es ist fesselnd, emotional und voller Spannung. Eine Geschichte, die einen mitnimmt in eine Welt, in der nichts sicher ist und Gefühle genauso gefährlich sein können wie falsche Entscheidungen.
Für mich ein intensives Leseerlebnis, das noch lange nachklingt.

Ganz lieben Dank an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon unberührt.

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