Dienstag, 21. Juli 2026

Caty Rogan - Die ewigen Kriege 1 - Kissed by the Gods – Die ewigen Kriege

Heyne
Hardcover
608 Seiten
25,00€
Erscheinungstermin: 24. Juni 2026
ISBN: 978-3-453-27622-2

Worum geht´s?

I AM NOT THE HERO. I AM THE VILLAIN.

Seit Jahrhunderten werden die Bewohner Selencias vom Königreich Faraengard unterdrückt. Als Soldaten ihren Bruder verschleppen wollen, entwickelt Leina übermenschliche Kräfte und tötet die Angreifer. Daraufhin wird sie vom mächtigen Altor-Krieger Ryot zur Synode gebracht, wo die Altoren für den Kampf gegen Dämonen ausgebildet werden.

Plötzlich befindet sich Leina in einer Welt der Götter und Magie. Ist sie stark genug für den Kuss der Götter? Kann sie ihre Familie rächen? Und warum lenken Ryots blaue Augen sie so ab?

Meine Meinung


Manchmal gibt es diese Bücher, bei denen man schon nach wenigen Seiten spürt: Diese Geschichte wird etwas ganz Besonderes. Bücher, die einen nicht einfach nur unterhalten, sondern einen komplett gefangen nehmen. Die einen überraschen, berühren und nach dem Beenden noch lange im Herzen bleiben.

„Kissed by the Gods – Die ewigen Kriege“ von Caty Rogan ist für mich genau so ein Buch.

Ich habe dieses Buch geliebt. Wirklich geliebt. Diese Welt, diese Atmosphäre, diese ganz besonderen Vibes – ich war von der ersten Seite an mittendrin und wollte diese Reise gar nicht mehr verlassen. Caty Rogan erschafft eine Fantasywelt, die gleichzeitig gewaltig, gefährlich, geheimnisvoll und wunderschön ist. Eine Welt voller Magie, Götter, alter Konflikte, Intrigen und Wesen, die mich unglaublich fasziniert haben.

Und ja, dieses Buch ist umfangreich – aber bitte lasst euch davon nicht abschrecken. Gerade diese vielen Seiten geben der Geschichte den Raum, den sie braucht. Für die Welt, für die Charaktere, für ihre Entwicklungen und für all die kleinen Momente, die diese Geschichte so besonders machen. Jede Seite lohnt sich.

Die Geschichte rund um Leina hat mich sofort gepackt. Sie ist eine starke Protagonistin, aber nicht auf diese unnahbare Art. Sie ist mutig, kämpferisch und voller Willenskraft, trägt aber gleichzeitig Verletzlichkeit, Zweifel und ihre eigene tragische Geschichte mit sich. Ich habe ihre Entwicklung unglaublich gerne verfolgt und mit ihr mitgefiebert, gelitten, gekämpft und gehofft.

Auch Ryot hat mein Herz erobert. Und auch wenn er auf den ersten Blick als Gegenstück zu Leina dargestellt wird, war er für mich nie einfach nur ihr Gegenspieler. Dafür steckt viel zu viel in ihm. Hinter seiner harten Fassade verbirgt sich so viel mehr, und genau diese Vielschichtigkeit hat ihn für mich unglaublich interessant gemacht.

Das Zitat „I am not the hero, I am the villain“ beschreibt Ryot auf eine ganz besondere Art – und gleichzeitig fühlt es sich für mich genauso richtig wie falsch an. Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen, denn genau diese Entwicklung und die Erkenntnisse rund um Ryot sollte jeder selbst erleben.
Denn bei Ryot geht es um so viel mehr als nur darum, auf welcher Seite er steht. Es geht um seine Entscheidungen, seine Loyalität und darum, wofür er wirklich kämpft. Und genau das hat mich berührt.

Die Dynamik zwischen Leina und Ryot habe ich unglaublich geliebt. Dieses gegenseitige Herausfordern, die Spannung zwischen ihnen und die Momente, in denen man merkt, dass hinter dem ersten Eindruck so viel mehr steckt, machen die beiden für mich zu einem ganz besonderen Duo.

Ein absolutes Highlight dieser Geschichte waren für mich auch die Faravar. Sie sind nicht einfach nur ein Teil dieser Welt, sondern geben ihr etwas ganz Eigenes. Ich fand es unglaublich faszinierend, ihre Bedeutung, ihre Verbindungen und ihre Rolle innerhalb der Geschichte zu entdecken. Sie sind weit mehr als bloße Begleiter – sie sind ein Spiegel ihrer Altoren, ein Teil ihrer Identität und ihrer Reise.

Besonders Ryots Verbindung zu seinem Faravar Einarr hat mich berührt. Diese Bindung erzählt so viel über Ryot, über seine Stärke, seine Loyalität und über die Dinge, die ihn wirklich antreiben. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Die Beziehungen zwischen den Altoren und ihren Faravar haben für mich gezeigt, wie viel Tiefe und Bedeutung in dieser Welt steckt.

Ein ganz besonderer Aspekt dieser Geschichte waren für mich die Stormriven und damit verbunden einer meiner liebsten Tropes überhaupt: die Found Family.

Ich liebe Geschichten, in denen Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, irgendwann zu einer Familie werden. Nicht, weil sie durch Blut verbunden sind, sondern weil sie sich füreinander entscheiden. Weil Vertrauen, Loyalität und Zusammenhalt am Ende stärker sind als jede vorgegebene Verbindung.

Besonders berührt hat mich der Gedanke hinter den Formationen: Sie werden nicht einfach zugeteilt – sie finden sich. Jede Formation trägt ihren ganz eigenen Charakter, geprägt durch die Menschen, die sie bilden. Und genau das spürt man bei den Stormriven ganz besonders.

Ryot, Leina, Thalric, Leif, Nyrica, Caius, Kiernan und Faelon haben für mich genau das verkörpert, was ich an Found Family so liebe. Sie sind nicht einfach nur eine Gruppe von Kämpfern, die gemeinsam für ein Ziel einstehen. Sie sind Menschen, die sich gefunden haben, die einander herausfordern, unterstützen und beschützen.

Absolut geliebt habe ich die Dynamik innerhalb dieser Gruppe. Die kleinen Sticheleien, der Humor, die unterschiedlichen Persönlichkeiten und gleichzeitig diese tiefe Loyalität füreinander machen die Stormriven zu so viel mehr als nur einer Formation.

Und genau das hat mein Herz berührt: Ryot stellt Leina nicht einfach seine Kameraden vor. Er stellt ihr seine Familie vor. Eine Familie, die nicht durch Herkunft entstanden ist, sondern durch Vertrauen, gemeinsame Erfahrungen und die bewusste Entscheidung füreinander.

Die Handlung selbst hat mich vollkommen mitgerissen. Ich war schockiert, ich war gefesselt und gleichzeitig musste ich immer wieder schmunzeln und lächeln. Es gab Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe, Momente, in denen ich sprachlos war, und Szenen, die ich am liebsten sofort mit jemandem besprochen hätte.

Und genau hier liegt mein größtes Problem: Ich möchte so viel mehr erzählen. Ich möchte über so viele Momente sprechen, über so viele Entwicklungen und so viele Gefühle. Aber manche Geschichten sollte man nicht erklärt bekommen. Man sollte sie selbst entdecken. Man sollte selbst überrascht werden, selbst mitfiebern und selbst Teil dieser Reise werden.

Der Schreibstil von Caty Rogan hat es mir unglaublich leicht gemacht, in diese Welt einzutauchen. Bildhaft, emotional und mitreißend hatte ich das Gefühl, direkt neben den Charakteren zu stehen und all ihre Höhen und Tiefen mitzuerleben.

„Kissed by the Gods – Die ewigen Kriege“ ist für mich ein absolutes Highlight. Eine Geschichte voller Magie, Gefahren, großer Gefühle, außergewöhnlicher Charaktere und einer Found Family, die mein Herz erobert hat.

Dieses Buch hat etwas mit mir gemacht. Es hat mich in eine Welt entführt, aus der ich nur sehr ungern wieder aufgetaucht bin. Ich habe Leina, Ryot, Einarr, die Stormriven und diese besondere Welt tief ins Herz geschlossen – und genau deshalb wird diese Geschichte für mich noch lange bleiben.
Und dann kam dieser Cliffhanger. Mein armes Herz.
Ich war sprachlos, schockiert und gleichzeitig unglaublich gespannt, wie es weitergehen wird. Caty Rogan hat mich mit diesem Ende vollkommen zurückgelassen und genau dieses Gefühl ausgelöst, das man sich bei einer großartigen Reihe wünscht: Ich kann es kaum erwarten, wieder in diese Welt zurückzukehren.

Ich bin so gespannt, was Band 2 für Leina, Ryot, Einarr, die Faravar und die Stormriven bereithält.

Eine absolute Herzens- und Leseempfehlung für alle, die Fantasy lieben und bereit sind, sich in einer Geschichte vollkommen zu verlieren.

Für Fans von: epischer Fantasy, starken Charakteren, komplexen Welten, Magie, besonderen Wesen, Found Family und Geschichten, die nicht nur spannend sind, sondern auch emotional berühren.

Ganz lieben Dank an das Bloggerportal und den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon unberührt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen