Paperback
448 Seiten
18,00€
Erscheinungstermin: 02. Februar 2026
ISBN: 978-3-7363-2694-1
Alter ab: 16 Jahren
Worum geht's?
Zwei Prinzen. Ein altes, magisches Abkommen.
Drei Männer, in die ich mich auf keinen Fall verlieben darf.
Alle drei Jahre fordert das magische Königshaus des Nordens seinen Tribut: Um das Bündnis mit dem Nightcastle College zu erneuern, werden in einem gefährlichen Wettstreit zwei Studentinnen erwählt, die den Prinzen Loras und Tarabas als Schattengeliebte an deren Hof folgen.
Halbvampirin Lark hält von dem ganzen Spektakel nichts, doch dann wird ihr Name bei der Auswahlzeremonie verlesen! Auf die Außenseiterin warten nicht nur tödliche Prüfungen, sie gerät auch in ein Machtspiel aus Intrigen, verbotenen Versuchungen und dunklen Geheimnissen zwischen den royalen Brüdern. Plötzlich stehen nicht nur ihr untotes Leben und ihre Zukunft auf dem Spiel – sondern auch ihr Herz ...
Meine Meinung
Manchmal gibt es Bücher, bei denen man schon nach den ersten Seiten merkt: Okay, das hier wird mich nicht mehr so schnell loslassen. Und genau so ging es mir mit Magic Drowned in Blood.
Ich wusste ehrlich gesagt vorher nicht so genau, was mich erwartet. Dark Academy, Vampire, Intrigen und dazu eine ganze Reihe komplizierter Charaktere – klang definitiv nach meinem Beuteschema, aber gleichzeitig auch nach einer Mischung, die ziemlich schnell in bekannten Klischees versinken kann.
Tja. Was soll ich sagen? Dieses Buch hat mich ziemlich überrascht.
Eine Atmosphäre, die permanent nach Gefahr schreit
Was mich direkt gepackt hat, ist die Atmosphäre. Sie ist von Anfang an unglaublich dicht und düster. Über allem liegt dieses unterschwellige Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt.
Nichts fühlt sich wirklich sicher an. Niemand wirkt vollkommen vertrauenswürdig. Hinter jeder Begegnung könnte etwas anderes stecken und ich war eigentlich die ganze Zeit damit beschäftigt, mich zu fragen, wem ich hier überhaupt glauben kann.
Dieses permanente „Irgendwas stimmt hier nicht“-Gefühl hat mich richtig in die Geschichte gezogen.
Lark – zwischen Unsicherheit, Neugier und Chaos
Lark als Protagonistin fand ich unglaublich spannend. Sie ist definitiv keine Heldin, die immer die richtigen Entscheidungen trifft und jederzeit genau weiß, was sie tut.
Ganz im Gegenteil.
Manchmal wollte ich sie wirklich ein bisschen schütteln, weil ich ihre Entscheidungen nicht immer nachvollziehen konnte. Gleichzeitig war genau das etwas, das sie für mich greifbar gemacht hat. Lark ist unsicher, neugierig, verletzlich und teilweise ziemlich überfordert – und steckt dabei in einer Welt, die sie jederzeit verschlingen könnte.
Gerade weil sie als Halbvampirin ohnehin zwischen den Welten steht und am Nightcastle College nicht wirklich dazugehört, konnte ich ihre Situation gut nachvollziehen.
Sie muss sich plötzlich in einem Spiel behaupten, dessen Regeln sie selbst kaum kennt.
Und dann wären da noch drei Männer, bei denen ich mir ungefähr genauso unsicher war wie Lark selbst.
Loras, Tarabas und Payne …
Die Konstellation zwischen Lark, den beiden Prinzen und Payne hat für mich einen großen Teil des Reizes ausgemacht – auch wenn ich dabei ziemlich schnell einen persönlichen Favoriten hatte.
Loras ist der charmante und deutlich zugänglichere der beiden Prinzen. Er weiß genau, wie er auf andere wirkt, und gerade am Anfang konnte ich gut verstehen, warum Lark sich von ihm angezogen fühlt. Gleichzeitig war mir das Ganze fast ein bisschen zu glatt. Bei ihm hatte ich immer wieder das Gefühl, dass hinter dem charmanten Auftreten noch einiges steckt und ich ihm vielleicht besser nicht ganz so schnell vertrauen sollte.
Tarabas hingegen? Ja. Der hatte mich.
Der Schattenprinz ist düster, verschlossen, mürrisch und alles andere als leicht zu durchschauen. Er trägt seine Geheimnisse ziemlich demonstrativ mit sich herum und behandelt Lark teilweise so, dass ich ihn wirklich gerne mal zur Rede gestellt hätte.
Und trotzdem …
Dieses Knistern zwischen den beiden!
Lark kann mit Tarabas eigentlich überhaupt nichts anfangen – und gleichzeitig ist da diese unglaubliche Anziehung, die beide am liebsten nicht wahrhaben wollen. Gerade weil Tarabas so wenig von sich preisgibt, wollte ich bei ihm unbedingt hinter die Fassade schauen.
Was steckt wirklich hinter seiner Abneigung? Warum verhält er sich Lark gegenüber so? Und was verschweigt er?
Ich fand ihn jedenfalls deutlich faszinierender als Loras und habe seine Kapitel besonders gerne gelesen.
Und dann gibt es noch Payne, den Leibwächter der Prinzen. Er bringt noch einmal eine ganz andere Dynamik in die Geschichte. Er ist nicht so leicht in die Schublade „Prinz“ zu stecken und wirkt auf seine eigene Art geheimnisvoll. Gerade seine Position innerhalb dieser königlichen Konstellation fand ich spannend.
Was ich an den drei Männern mochte: Sie könnten unterschiedlicher kaum sein. Loras ist der charmante und zugänglichere Part, Tarabas der düstere und schwer greifbare Schatten – und Payne steht noch einmal auf einer ganz anderen Ebene zwischen ihnen.
Und während Lark versucht herauszufinden, was eigentlich gespielt wird, habe ich mich beim Lesen mindestens genauso oft gefragt:
Wem kann sie hier eigentlich wirklich vertrauen?
Denn genau das macht diese Konstellation für mich so spannend. Keiner von ihnen ist einfach nur „der Gute“, „der Böse“ oder der offensichtliche Love Interest. Hinter jedem steckt mehr, als man zunächst sieht.
Und gerade bei Tarabas habe ich das Gefühl, dass wir bisher wirklich nur an der Oberfläche gekratzt haben.
Macht, Anziehung und jede Menge Misstrauen
Was mich besonders gepackt hat, war dieses Spiel aus Macht, Anziehung und Misstrauen.
Die Beziehungen entwickeln sich nicht geradlinig oder romantisch perfekt, sondern chaotisch, widersprüchlich und teilweise auch toxisch. Das muss man mögen – ich persönlich fand es extrem fesselnd, weil ich dadurch nie genau wusste, wohin sich die Geschichte entwickeln würde.
Auch die Anziehung zwischen Lark und den drei Männern steht für mich dabei gar nicht einfach nur für Romance. Sie ist Teil dieses großen Spiels aus Macht, Geheimnissen und gegenseitigen Abhängigkeiten.
Und genau deshalb hatte ich beim Lesen ständig das Gefühl, dass hinter jedem Blick und jedem Gespräch noch irgendetwas anderes steckt.
Suchtpotenzial? Definitiv.
Der Schreibstil von Christina Rain ist angenehm flüssig und hat dafür gesorgt, dass ich regelrecht durch die Seiten geflogen bin.
Ich hatte mehr als einmal diesen klassischen:
„Nur noch ein Kapitel.“
Und plötzlich waren es fünf. Oder zehn.
Gerade die Mischung aus düsterer Atmosphäre, Geheimnissen, Intrigen, gefährlichen Prüfungen und den komplizierten Beziehungen zwischen den Charakteren hat für mich einen ziemlich starken Sog entwickelt.
Ganz ohne kleine Schwächen kommt die Geschichte für mich allerdings nicht aus. Manche emotionalen Entwicklungen gingen mir etwas schnell und an der einen oder anderen Stelle hätte ich mir noch ein bisschen mehr Tiefe gewünscht. Gerade bei den Figuren hätte ich stellenweise gerne noch länger hinter die Fassaden geschaut.
Aber trotzdem? Dieses Buch hat mich einfach gepackt.
Mein Fazit
Magic Drowned in Blood ist für mich ein düsterer und spannungsgeladener Auftakt mit einer faszinierenden Welt, vielschichtigen Charakteren und genau der richtigen Portion Chaos.
Ich bin emotional irgendwo zwischen „Ich brauche sofort Band 2!“und „Warum vertraue ich diesen Figuren eigentlich immer wieder?!“
Lark, Loras, Tarabas und Payne haben eine Konstellation geschaffen, bei der ich bis zum Schluss nicht sicher war, wer eigentlich welches Spiel spielt. Und gerade Tarabas hat es mir dabei besonders angetan. Seine düstere, verschlossene Art, seine Geheimnisse und dieses unglaubliche Knistern zwischen ihm und Lark haben für mich einfach funktioniert.
Dazu diese düstere Atmosphäre, die Intrigen, das Misstrauen und die vielen offenen Fragen – genau die Mischung, bei der ich irgendwann nur noch weiterlesen wollte.
Für mich ein richtig starker Reihenauftakt mit ordentlich Suchtpotenzial, der definitiv im Kopf bleibt. Und wenn Christina Rain in Band 2 noch ein bisschen mehr in die Tiefe geht, sehe ich hier definitiv noch Luft nach oben.
Ganz lieben Dank an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon unberührt.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen